
Denkmal von Rudolf Wulfertange, 1874 in Osnabrück geboren. Der Gedenk-Stein stand ursprünglich an der Vitischanze, wurde 1985 in den Schloßgarten versetzt.
Heute präsentieren wir Ihnen einen kurzen, aber umso aktuelleren Beitrag unseres Mitglieds Wolfgang Knaup. (Die Qualität der AK-Abb. bitten wir zu entschuldigen)
Nicht nur in Osnabrück gilt Justus Wilhelm Lyra als großer Komponist alter Volks- und Kirchen-Lieder. Berühmt wurde er mit der Vertonung von “Der Mai ist gekommen“. Geboren im Jahre 1822 in Osnabrück, verstarb er sechzigjährig 1882 in Gehrden, wo er zuletzt als Pastor tätig war.
Nach seinem Abitur 1814 studierte er anfangs Philologie in Berlin, aber die Liebe zur Musik war stärker. 1842 vertonte er das vom Dichter Emanuel Geibel verfasste „Der Mai ist gekommen“. Zuerst in studentischen Kreisen äusserst beliebt, gehörte es später zum Repertoire eines jeden Männerchores.
1843 siedelte Lyra nach Bonn über und studierte dort Theologie, kam aber erst 1862 zum Abschluss. Während seiner Pastorenstellen in Wittingen, Bevensen und letztendlich in Gehrden blieb er dem Komponieren treu. Er hinterließ neben den anfänglich vertonten Volksliedern viele geistliche Lieder, u.a. die Weihnachtskantate nach einem Text von Matthias Claudius.

Brief von Leipzig (Königreich Sachsen) nach Osnabrück (Königreich Hannover). Addressiert an cand. (=studierter) theol. Justus W. Lyra in Osnabrück. Portogerecht mit 3 Neugroschen freigemacht (über 20 Meilen in Postvereinsländer). Am 22. Dez. 1864 abgestempelt, bereits am 23. Dez. laut rückseitigem Ankunftstempel in Osnabrück zugestellt. Da ging noch die Post ab …
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