Ver­ein für
Phil­ate­lie und
Nu­mis­ma­tik
“Nie­der­sach­sen” Os­na­brück von 1928 e.V.


Sam­meln


Ak­tu­ells­ter Bei­trag im Blog

Tschüss — Good­bye — Adieu … 30. Juni 2017 -

… sage ich Ih­nen, nach­dem ich nun etwa 1 1/2 Jahre diese Web­site ein­schließ­lich Blog […]


Brief­mar­ken und mehr

Ge­zähnt und ver­netzt = gut informiert

Glau­ben Sie uns: es gibt kein be­zahl­ba­res Hobby, das um­fas­sen­der und in­for­ma­ti­ver ist als die Phil­ate­lie. Wir, die ge­mein­hin als Brief­mar­ken­samm­ler be­lä­chel­ten Zeit­ge­nos­sen, re­prä­sen­tie­ren fast 10% der Be­völ­ke­rung. Wir lie­ben die schö­nen Dinge und schauen oft über den Zaun in an­dere Sam­mel­ge­biete hin­ein. Zu­sam­men mit den Mün­zen– und Ansicht­kar­ten­samm­lern stel­len wir so­gar ein Vier­tel der Be­völ­ke­rung. Wir brau­chen uns also nicht hin­ter Al­ben­sei­ten mit Lupe und Pin­zette be­waff­net zu verstecken.

Wir sam­meln Eu­len und Igel, Ge­mälde und Ele­fan­ten, Europa-Themen und die ganze Pflan­zen­welt und noch an­dere tren­dige The­men, na­tür­lich al­les auf Brief­mar­ken, Brie­fen und Post­kar­ten, und manch­mal dazu auch noch pas­send Fi­gu­ren für die Vi­trine da­heim. Und wenn uns das nicht reicht, dann er­gän­zen wir un­sere the­ma­ti­schen Samm­lun­gen halt noch mit Ansichts­kar­ten, Mün­zen und Geldscheinen.

Briefmarken und mehr Bild 1

Die Ju­gend von heute ist neu­gie­rig und über­all ver­tre­ten, wo es et­was Sam­melns­wer­tes zu ent­de­cken gibt, bei ebay ebenso wie auf Floh­märk­ten. Sie be­kennt sich zu 90 Pro­zent zum Sam­meln. Aber sie be­ginnt meist nicht mehr mit dem Sam­meln von Brief­mar­ken son­dern von Fantasy-Bildern und Über­ra­schungs­ei­ern, Spiel­zeug oder Schall­plat­ten. Vor 150 Jah­ren gab es so et­was kaum, aber Brief­mar­ken ka­men mehr und mehr in Um­lauf, da das Post­auf­kom­men mit dem wirt­schaft­li­chen Auf­schwung und mit dem Be­darf der Be­völ­ke­rung an schrift­li­cher Kom­mu­ni­ka­tion ste­tig zu­nahm. Was lag für die da­ma­lige Ju­gend nä­her als Brief­mar­ken zu sam­meln. Mit der Zeit ka­men dann Ka­ta­loge und Sam­mel­zu­be­hör auf den Markt. Das Sam­meln wurde sys­te­ma­ti­scher und vor al­lem sa­lon­fä­hig. Selbst Kö­nige wie Ge­org der V. von Eng­land, Ca­rols von Ru­mä­nien und Zar Ni­ko­laus der II. von Russ­land wa­ren sich nicht zu schade für das Sam­meln von Briefmarken.

Briefmarken und mehr Bild 2Das Zu­sam­men­tra­gen und Er­for­schen von Brief­mar­ken aus al­ler Welt, ein­zeln, ge­stem­pelt oder auf Brief, bie­tet uns auch im Zeit­al­ter der elek­tro­ni­schen Kom­mu­ni­ka­tion nach wie vor ein rie­si­ges Be­tä­ti­gungs­feld. Wäh­rend es vor 100 Jah­ren noch mach­bar war, welt­weit zu sam­meln, müs­sen sich die Samm­le­rin­nen und der Samm­ler von heute auf we­nige Län­der, The­men und Er­hal­tungs­for­men be­schrän­ken, denn zu groß ist das An­ge­bot an Emis­sio­nen. Spe­zia­li­sie­rung aber er­for­dert Kennt­nisse, — oft nur er­hält­lich durch Fach­li­te­ra­tur und in­for­mel­len Aus­tausch mit Gleich­ge­sinn­ten. Wer zum Bei­spiel die Post­ge­schichte er­for­schen und Be­lege dazu sam­meln möchte, der muss auch mal in Ar­chi­ven und Bi­blio­the­ken nach Post­vor­schrif­ten su­chen, muss sich mit Fach­ver­ei­nen (Ar­beits­ge­mein­schaf­ten) in Ver­bin­dung set­zen und in­for­melle Kon­takte zu Samm­lern, Händ­lern und Be­rufs­phil­ate­lis­ten pfle­gen. Da das Sam­mel­ob­jekt der Be­gierde vom Spe­zia­lis­ten nur noch sel­ten im Pa­pier­korb ge­fun­den wird, hilft die­sem bei der Su­che nach Samm­lungs­stü­cken und dem Er­werb von Brief­mar­ken oder Brie­fen oft­mals nur der Be­such von Tausch­ta­gen, Bör­sen und Auktionen.

EuleDer fort­ge­schrit­tene Samm­ler sucht Sel­te­nes — Mar­ken zu ei­nem be­grenz­ten Ge­biet mit Druck­ab­wei­chun­gen, Plat­ten­feh­lern, be­druck­ten Rand­stü­cken, Farb­va­ri­an­ten, be­son­de­ren Was­ser­zei­chen, Über­dru­cken und Stem­peln. Der Lieb­ha­ber von Be­le­gen, das sind nicht nur por­to­ge­rechte Briefe und Post­kar­ten, sam­melt gerne auch Erst­tags­blät­ter, Son­der­edi­tio­nen, Erst­tags­briefe oder Nu­mis­briefe. Der The­ma­tik­samm­ler be­vor­zugt al­les an pos­ta­li­schen Ob­jek­ten, die zu sei­nem Sam­mel­schwer­punkt in­halt­lich pas­sen. Wie­der ein an­de­rer sucht be­för­derte Flug­post­be­lege aus den Pio­nier­ta­gen des Luft­ver­kehrs, als Zep­pe­line und große Damp­fer mit Ka­ta­pult­start­ram­pen mit­tels klei­ner Flug­zeuge ver­such­ten, die Post schnel­ler über die Welt­meere zu be­för­dern. Und wer sich für Zeit­ge­schichte in­ter­es­siert, der weiß, wie span­nend Feld­post aus den bei­den Welt­krie­gen sein kann oder er sam­melt Ob­jekte aus den Nach­kriegs­zei­ten mit teils sel­te­nen Briefmarken-Provisorien und zu den Pro­ble­men im da­ma­li­gen Post­ver­kehr. Viele von uns in­ter­es­sie­ren sich für die Hin­ter­las­sen­schaf­ten un­se­rer Ge­schichte. Als so­ge­nannte Hei­mat­samm­ler ge­stal­ten sie ihre Samm­lun­gen und Aus­stel­lungs­rah­men vor al­lem mit Brie­fen oder Ansichts­kar­ten. Auch Mün­zen, Do­ku­mente und Post­stem­pel aus der Re­gion wer­den von ih­nen gesucht.

Briefe

Auch wenn sich im Laufe der Jahr­zehnte die Mo­den und Sam­mel­the­men än­dern, den­ken Sie nur an die Te­le­fon­kar­ten, das Brief­mar­ken­sam­meln bie­tet im­mer noch den klas­si­schen Ein­stieg in die große Sam­mel­welt der klei­nen Ob­jekte. Und auch wenn die Ju­gend von heute nicht mehr den di­rek­ten Weg da­hin wählt, so ist doch fest­zu­stel­len, dass mit zu­neh­men­dem Al­ter und ei­nem ge­re­gel­ten Ein­kom­men in mitt­le­ren Jah­ren der Ein­stieg in das Hobby ge­sucht wird. Da­bei sind Ver­eine wie der un­se­rige eine große Hilfe, man möchte so­gar sa­gen: Wir als Ver­ein un­ter dem Dach des Bun­des Deut­scher Phil­ate­lis­ten (BDPh) sind al­ter­na­tiv­los für ein er­füll­tes Sammlerleben.